in der Hardberghalle in Worblingen statt .
Achtung: Männer können maximal 6 mal in 12 Monaten spenden,
Frauen nur 4 mal in 12 Monaten.
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weitere Termine im Landkreis Konstanz und Baden-Württemberg
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Darf ich spenden?
Eine Frage,
die uns oft erreicht. Und die für die Gesundheit
unserer Spender und Empfänger äußerste Wichtigkeit
besitzen muss.
Grundsätzlich kann jeder Gesunde Blut spenden!
Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren. Aktive Spender/innen können bis zur Vollendung des 68. Lebensjahres Blut spenden, Erstspender/innen dürfen nicht älter als 60 Jahre sein.
Das Mindestgewicht einer Spenderin oder eines Spenders muß 50 kg betragen.
Da, wie schon oben aufgeführt, eine Blutspende weder Spender(in) noch Empfänger(in) des Blutes gefährden darf, sind:
- nach
bestimmten Auslandsaufenthalten
- nach Impfungen
- bei und nach Erkrankungen
- nach Operationen
- bei Medikamenteneinnahme und
- in der Häufigkeit der Blutspenden
Einschränkungen notwendig.
Einzelheiten zu den Einschränkungen erfahren Sie von unserer - für Sie kostenfreien - Telefonhotline 0800 - 11 949 11
Warum muß man überhaupt Blut spenden?"
"Ganz einfach: Weil
es kein künstliches Blut gibt." Blut ist durch nichts zu ersetzen, denn
Blut ist etwas Lebendiges: Es ist ein Organ, das aus vielen kleinen
Zellen und Teilchen besteht. Jedes für sich hat eine notwendige
Funktion, wie zum Beispiel den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen,
die Abwehr von Krankheitserregern, die Blutstillung und den
Wärmetransport innerhalb des Körpers. Das lebenswichtige Blut mit seinen
vielfältigen Funktionen kann nur der Körper selbst bilden. Deswegen ist
es so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut für Kranke und
Verletzte spenden.
"Ja, aber - schadet Blutspenden denn nicht der Gesundheit?"
"Nein, keine Sorge,ein Blutspender wird sogar "im Gegenteil" sagen." Die gespendete
Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, daß der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird. Die für
die Abwehr von Krankheitskeimen besonders wichtigen weißen
Blutkörperchen und die Blutflüssigkeit, das sogenannte "Plasma", werden
schon innerhalb nur eines Tages ersetzt, bei den roten Blutkörperchen
dauert es etwas länger. Aber auch während dieser Zeit können Sie sicher
sein: Ihr Wohlbefinden und Ihre Leistungsfähigkeit werden durch die
Blutspende nicht beeinträchtigt. Manche erfahrenen Blutspender berichten
sogar vom Gegenteil.
"Und was habe ich davon, wenn ich Blutspende?"
"Wir meinen: Eine
ganze Menge". Zunächst erfahren Sie Ihre Blutgruppe mit dem Rhesusfaktor
- eingetragen in Ihrem persönlichen Unfallhilfe- und Blutspender-Paß.
Außerdem durchläuft Ihr Blut für den Empfänger, aber auch für Sie
wichtige Laboruntersuchungen:
Ein Antikörper-Suchtest spürt Substanzen auf, die gegen körperfremde Blutzellen gerichtet sind und bei Bluttransfusionen gefährliche Zwischenfälle verursachen können.
Getestet wird außerdem, ob die Geschlechtskrankheit Syphilis vorliegt oder eine entzündliche Lebererkrankung bzw. eine vorübergehende Leberfunktionsstörung.
Ein weiterer wichtiger Test ist die Untersuchung auf Antikörper gegen die Erreger der Immunschwäche AIDS (HIV).
Weichen die Ergebnisse der Laboruntersuchungen von der Norm ab, werden Sie vom Blutspendedienst unterrichtet, und auf Wunsch wird Ihrem Hausarzt der Befund mitgeteilt. Neben dem Unfallhilfe-und Blutspender-Paß haben Sie also auch noch eine gewisse Kontrolle Ihrer Gesundheit. Und natürlich das gute Gefühl, einem kranken oder verletzten Mitmenschen geholfen zu haben.
"Warum werden mir - wenn ich schon freiwillig spende -
so viele unangenehme Fragen gestellt?"
"Weil der Arzt nur
durch eine umfassende Befragung vor der Spende erkennen kann, ob für
Spender oder Empfänger ein Risiko besteht."
Zwei Beispiele: Ein Herzinfarkt kann, auch wenn er Jahre zurückliegt,
Ursache für einen Zwischenfall während der Spende sein.
Eine auf einer Tropenreise erfolgte Malariaansteckung kann viele Monate
"stumm" bleiben - trotzdem kann das Blut des Infizierten die Malaria auf
den Empfänger übertragen. Die Sicherheit von Spender und Empfänger
erfordert deshalb vor der Blutspende eine intensive Befragung unter ganz
speziellen Gesichtspunkten. Noch viel wichtiger aber ist das
Verantwortungsbewußtsein des Blutspenders, überlegt und ehrlich zu
antworten.
"Warum gibt es beim Roten Kreuz kein Geld für die Blutspende?"
"Blut darf nicht zur
Handelsware werden." Blut ist durch nichts zu ersetzen. Deshalb ist
Blutspenden eine Hilfe auf Gegenseitigkeit, aus der niemand einen
finanziellen Nutzen ziehen soll. Unterstützung von verschiedenen
internationalen Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
arbeiten die Blutspendedienste des Roten Kreuzes weltweit auf der
Grundlage strenger ethischer Normen, zu denen auch das Prinzip der
Unentgeltlichkeit gehört. Niemand soll aus finanzieller Not zur
Blutspende gebracht werden. Auch müssen jedem Patienten - ungeachtet
seiner finanziellen Lage - Blut oder Blutprodukte verabreicht werden
können. Dieser ethische Grundsatz wird von vielen mitgetragen, zum
Beispiel auch
Von den Helferinnen und Helfern des Roten Kreuzes, die für ihre Mitarbeit bei Blutspendenaktionen kein Geld erhalten,
von den zahlreichen Firmen und Behörden, die während der Arbeitszeit das Blutspenden ermöglichen,
von den Medien, die kostenlos Anzeigenraum und Sendezeit spenden,
von den öffentlichen und privaten Einrichtungen, die Räume für Blutspendeaktionen kostenlos zur Verfügung stellen. ,
"Schön, aber man hört immer wieder, daß am Blut verdient wird. Stimmt das?"
"Nein. Die
DRK-Blutspendedienste arbeiten gemeinnützig nach dem Prinzip der
Kostendeckung." Das heißt: Kosten, die für die Blutkonserve tatsächlich
anfallen, müssen den belieferten Krankenhäusern in Rechnung gestellt
werden. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Kosten setzen sich zusammen
aus: Blutentnahme, Aufbereitung, Laboruntersuchung, Transport, Forschung
und Entwicklung, Personal und Material. Gewinne dürfen
DRK-Blutspendedienste als gemeinnützige Einrichtungen nach ihren
Satzungen und Gesellschaftsverträgen nicht erzielen. Darüber wachen
DRK-Gremien, Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften und die Finanzbehörden.
"Das DRK behauptet immer, daß seine
Blutspenden sicherer seien.
Wieso denn eigentlich?"
"Im nationalen und
internationalen Vergleich repräsentiert das DRK den höchsten
Sicherheitsstandard." Das haben offizielle Untersuchungen
herausgefunden. Durch zahlreiche Vergleiche wurde belegt, daß die
Unentgeltlichkeit und damit der Verzicht der Spender auf materielle
Anreize ein wesentlicher Sicherheitsfaktor ist. Hinzu kommen:
Freiwilligkeit, sorgfältige Spenderauswahl sowie Dauerspender, die über
Jahre und Jahrzehnte regelmäßig spenden. Die Unentgeltlichkeit ist
übrigens kein Zweckargument des DRK, etwa um Geld zu sparen, sondern ein
Grundsatz, der aus den bereits genannten Gründen von der
Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Internationalen Gesellschaft für
Bluttransfusion und dem Europarat getragen und nachhaltig unterstützt
wird.
"Aber ein Restrisiko für Infektionen
besteht für den Empfänger immer noch.
Wie groß ist das eigentlich?"
"Bei uns in Deutschland zum Glück sehr klein." Eine absolute Sicherheit
gibt es leider nicht. Bei jeder Krankheit gibt es eine sogenannte
"diagnostische Lücke", das heißt einen Zeitraum zwischen der frischen
Ansteckung und der Nachweisbarkeit von Erregern oder Antikörpern im
Labor. Bei HIV-Infektionen liegt diese Lücke zur Zeit bei
durchschnittlich 65 Tagen.
Experten geben das Restrisiko, durch Blutübertragung infiziert zu
werden, mit 1 : 1 Millionen an. Für Deutschland bedeutet das, daß bei
Anwendung von 4 bis 5 Millionen Blutpräparaten pro Jahr mit 4 bis 5
unvermeidbaren Infektionen zu rechnen ist. So furchtbar eine
HIV-Infektion für den Betroffenen ist, bedenken Sie, daß Blutpräparate
nur bei lebensbedrohlichen Zuständen angewendet werden. Im Verhältnis zu
vielen anderen Risiken im täglichen Leben ist das Restrisiko mit 1 :
1.000.000 sehr klein.
"Man
hört immer wieder von AIDS:
Kann man sich beim Blutspenden damit infizieren?"
"Nein, es besteht für
den Blutspender keine Ansteckungsgefahr!" Alle beim Blutspenden
benutzten Geräte sind steril und werden nur einmal benutzt. Das gilt
selbstverständlich auch für die Blutplasma-Spende, bei der die
Blutzellen sofort zurück in den Blutkreislauf des Spenders gegeben
werden. Hier ist sogar die Zentrifuge, in der das Plasma (die
Blutflüssigkeit) von den Zellen getrennt wird, ein keimfreies
Einweg-Bauteil.
Text: DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg
